Ein Schwarm gehört zur Natur des Bienenvolkes. Für die Bienen ist er kein Problem, sondern der normale Weg der Vermehrung. Genau darin liegt aber der Zielkonflikt für den Imker: Während der Tracht bedeutet ein Schwarm in der Praxis fast immer einen deutlichen Verlust an Sammelstärke, und damit weniger Honig.
Es geht also nicht darum, den Schwarmtrieb grundsätzlich zu unterdrücken, sondern den Zeitpunkt zu steuern. Die Völker sollen in der Haupttracht arbeiten und nicht abschwärmen.
Schwierig wird es dann, wenn ein Volk dauerhaft in Schwarmstimmung bleibt. Typisch ist, dass bei jeder Kontrolle wieder neue Weiselzellen angesetzt sind, obwohl scheinbar bereits alles getan wurde: Platz ist da, Honigräume sind aufgesetzt, das Volk ist stark.
In solchen Fällen reicht es nicht mehr, nur einzelne Maßnahmen anzuwenden. Man muss systematisch vorgehen und sowohl die Ursachen verstehen als auch, wenn nötig, gezielt eingreifen.