Parallel zur Importdiskussion rückt ein zweites Thema immer stärker in den Fokus: die Verfälschung von Honig. Eine koordinierte Untersuchung der EU-Kommission in den Jahren 2021–2022 ergab, dass 46 % der untersuchten Importproben als verdächtig eingestuft wurden, weil Hinweise auf mögliche Nicht-Konformität mit der Honigrichtlinie bestanden – etwa durch den Zusatz von Zucker- oder Sirupbestandteilen.
Quelle:
EU-Kommission: https://food.ec.europa.eu/food-safety/eu-agri-food-fraud-network/eu-coordinated-actions/honey-2021-2022_en
Auch Medien und Verbände haben dieses Thema aufgegriffen. Das ZDF veröffentlichte am 05.08.2025 die Dokumentation „Fake Honey – Eine süße Illusion“, die internationale Lieferketten und moderne Fälschungsmethoden beleuchtet. Der Deutsche Imkerbund (D.I.B.) griff diese Recherchen auf und berichtete am 08.08.2025 sowie am 09.01.2025 über eigene Beiträge zur Aufklärung und zu Forschungsprojekten gegen Honigverfälschung.
Quellen:
ZDF: https://www.zdf.de/video/dokus/frontal-doku-100/fake-honig-eine-suesse-illusion-100
D.I.B.: https://deutscherimkerbund.de/honigverfaelschung-auf-der-spur/
D.I.B.: https://deutscherimkerbund.de/honigproben-gegen-honigverfaelschung/
Für ehrliche Imkereien ist das problematisch: Wenn Verbraucher den Eindruck gewinnen, dass „Honig oft gepanscht ist“, leidet das Vertrauen in das gesamte Produktsegment – auch dort, wo sauber und transparent gearbeitet wird.