In der Imkerei bezeichnet Schieden das gezielte Begrenzen des Brutraums mit Trennwänden (Schieden) innerhalb der Beute. Ziel ist es, den Raum, den die Bienen besetzen und beheizen müssen, an die tatsächliche Volksstärke anzupassen. Statt den Bienen den kompletten Beutenraum zur Verfügung zu stellen, wird der nutzbare Bereich so verkleinert, dass Wärme besser gehalten und Energie gespart werden kann.
Im Frühjahr und Sommer ist diese Praxis vielen Imkerinnen und Imkern bekannt. Zunehmend wird jedoch auch das Schieden im Winter und in der Übergangszeit angewendet. Genau hier entstehen oft Missverständnisse – denn Winterschieden folgt anderen Regeln als das Schieden während der Trachtzeit.
Besonders die Methode nach Damien Merit wird häufig vereinfacht wiedergegeben oder mit anderen Schiedkonzepten vermischt. Dadurch entstehen falsche Aufbauten und unnötige Sorgen, vor allem in Bezug auf einen möglichen Futterabriss. Tatsächlich ist es ein konsequent thermisch gedachtes Gesamtkonzept.