Ein sehr verlässliches Warnsignal sind verschmierte oder verklebte Fluglöcher. Beim Ausräubern werden Futterzellen aufgerissen, Honig verschleppt und Wachsreste fallen an. Das Flugloch, das Anflugbrett und oft auch der Bereich davor wirken dann klebrig, ungepflegt und deutlich stärker verschmutzt als bei gesunden Völkern. Häufig finden sich zusätzlich Wachskrümel oder Zelldeckelreste im Totenfall oder auf dem Boden vor der Beute.
Auch das Flugbild liefert Hinweise. Gesunde Völker zeigen im Frühjahr meist einen ruhigen, gleichmäßigen und zielgerichteten Flug. Bei Räuberei dagegen wirkt das Geschehen hektisch und unkoordiniert. Bienen landen mehrfach hintereinander, starten abrupt wieder, versuchen seitlich oder von oben einzudringen und bilden zeitweise ein dichtes Gedränge am Flugloch.
Ein weiterer wichtiger Anhaltspunkt ist das Gewicht der Beute. Wirkt eine Beute beim Anheben ungewöhnlich leicht, obwohl gleichzeitig reger Flug herrscht, spricht das stark für ein bereits eingegangenes oder vollständig ausgeräumtes Volk. Umgekehrt kann auch eine noch schwere Beute mit verschmiertem Flugloch darauf hindeuten, dass vorhandene Futterreserven gerade geplündert werden.